Hüttenzauber 2015

Die inzwischen etablierte, vorweihnachtliche Veranstaltung des MV Reetz entsprach in der Rückschau erneut den Erwartungen sowohl der Ausrichter als auch gefühlt der Gäste und Besucher.

Letztere sprachen bis tief in die Nacht den jahreszeitlichen Angeboten am Essensstand und der Glühweintheke zu.

Leichtes Schneetreiben wie im Vorjahr, war zwar nicht angerichtet, trotzdem bot eine Dekoration aus weihnachtlicher Ausleuchtung, Lichterketten, Weihnachtsbäumen, Heizpilzen und Feuerkörben ein wohlig warmes Ambiente und die gefühlte Heimeligkeit die solchen Veranstaltungen inne wohnen. Dazu trug auch die ansonsten ungewohnte Illumination des Gebäudes der Kirche einen passenden Beitrag. Die kuscheligen Raum- und Platzverhältnisse vor Ort sind dem Zweck und der wachsenden Kultur dieses Budenzaubers eher förderlich.

Kaufwillige Besucher hatten die Gelegenheit ihre weihnachtliche Ausstattung und Schmuck an Ständen mit Dekoartikeln, Seifen, Selbstgemachtem, Honig, Marmelade, Filzarbeiten und Strickwaren zu beschaffen oder zu ergänzen.

Bei andächtigem Zuhören der adventlichen Darbietungen der Reetzer Singgemeinschaft unter ihrem Dirigenten Stephan Winand und den Vorträgen des heimischen Musikvereines unter der Leitung des 2. Dirigenten, Hermann Brenner, sowie der Kollegen aus Mülheim gewann das Fest ein abgerundetes, abendliches und vorweihnachtliches Fluidum.

Der Besuch des „Heiligen Mannes“ bot den Kindern das Hochgefühl dieser Tage, den Erwachsenen ein lockeres Schlagspiel mit Eiswürfeln aus der Röhre.

Mathias Brenner ging aus dieser Gaudi als Sieger hervor und mit einer Weihnachtsgans unter dem Arm, für Mutters Kochtopf, zufrieden nach Hause.

Die zweite, ausgelobte Weihnachtsgans fiel aus der Lostrommel an Friedhelm und Michaele Fassbender`s weihnachtlichen Mittagstisch. Beiden Gewinnern gilt ein wohl bekomm`s.

Den Aktiven des MV, teilweise mit tatkräftigem Einsatz ihrer PartnerInnen gilt für das erneute Gelingen des Abends und in der Vor- und Nachbereitung von Auf- und Abbau ein herzliches Danke schön.

Helmut Prämassing

Rosenmontag in Kreuzau

Seit ca. 15 Jahren begleitet der Musikverein Reetz nun den Rosenmontagszug in Kreuzau.

Hierbei ist es nun schon üblich, dass wir in einem gemeinsam gebuchten Bus mit dem Musikverein Alendorf die Fahrt nach Kreuzau antreten. Wir erreichen Kreuzau so rechtzeitig, dass jeder noch die Möglichkeit hat etwas zu essen. Für manche ist es die erste feste Mahlzeit nach verlassen des Reetzer Zoch am Vortag und somit als Stärkung unabdingbar.

Die Freunde aus Alendorfer können in diesem Jahr sogar ein Jubiläum verbuchen und wurden von der KG Kreuzau gebührend geehrt: 40 Jahre Rosenmontagszug in Kreuzau! Hierzu herzlichen Glückwunsch vom Musikverein Reetz!

Nachdem die ca. 3 Stunden Zug durch die Gassen Kreuzaus vorüber sind gibt es die übliche (im Übrigen äusserst delikate) Gulaschsuppe zur weiteren Stärkung vor dem Heimweg. Zu Hause angekommen haben wir unserem Geschäftsführer Ralf Franzen noch ein Geburtstatgsständchen gespielt und den Abend ausklingen lassen.

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, war der Musikverein Reetz mit über 30 Musikerinnen und Musikern vertreten und somit einer der stärksten Musikvereine im gesamten Rosenmontagszug. Für diese Rege Teilnahme möchte ich allen Freunden des Musikvereins und natürlich allen Musikerinnen und Musikern ganz herzlich Danken!

Wie jedes Jahr war es ein schöner Vereinsauftritt mit Spaß für Jung und Alt.

Euer Dirigent
Jörg Schramm

28 Musikerinnen und Musiker bescherten Jung und Alt Kindheitserinnerungen

Der Musikverein Reetz lud zum traditionellen Neujahrskonzert

Von Stephan Winand
Fotos: Thomas Hellendahl

Die 28 Musikerinnen und Musiker um Maestro Jörg Schramm haben wieder ein einfallsreiches Programm ausgearbeitet, bei dem Jung und Alt gleichermaßen im vollbesetzten Bürgerhaus Reetz auf ihre Kosten kamen. Eröffnet wurde der Abend mit dem Titel „Musik der Heimat“, mit dem Komponist Karel Vacek ein fröhlich-festliches Stück komponiert hatte. Entgegen der Gewohnheit der vergangenen Jahre wich Dirigent Schramm damit von einer Tradition ab, den beliebten Konzertabend „ganz klassisch“ zu eröffnen. Dies tat der Atmosphäre aber keinen Abbruch, denn dieses Stück voller Dynamik sprach in ehrlich-volkstümlicher Manier die Fans sämtlicher Blasmusik-Genres an.

Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Wilfried Lindenlauf, der in seiner Anmoderation aus aktuellem Anlass dem Publikum neben den obligaten Neujahrswünschen auch passender Weise „Frieden“ wünschte, legte das Orchester mit „Walzing Matilda“ von Tom Waits ein eher modernes Stück nach, was aber vom Empfinden her den „klassischen“ Auftakt nachholte. Brilliante Tenorhörner, filigraner Einsatz des kleinen Holzes und ein geradezu sinfonischer Einsatz der Kesselpauken machten dieses Stück aus.

„Tränen der Liebe“ stellte sich als eine gut gemeisterte Herausforderung für die Flöten heraus, das kurz danach mit „Zaubermelodie“ getoppt wurde. Hier gab Matthias Brenner mit seiner Trompete sein fantastisches Debüt als Solist. Den wohl für viele als Höhepunkt im ersten Teil anzusehenden Titel “Bugs Bunny and friends“ versetze Jung, Älter und Alt in Kindertage zurück. So wurden in diesem Potpourri im Arrangement von Erwin Jahreis populäre Melodien alter und neuer Kindersendungen dargeboten. Trotz des hohen Anspruchs dieses Stücks klang der Vortrag leicht und gekonnt. „Leicht und gekonnt“ klang auch „Schöne Ferienzeit“ mit einer anrührenden Melodieführung. Wie im letzten Konzert ebenfalls verpflichtete der Musikverein Reetz für mehrere Gesangsstücke die Sängerin Clarissa Winand, die an dieser Stelle mit dem durch Amy Winehouse bekannt gewordenen Stück „Valerie“ das Publikum zum wiederholten Male zu frenetischem Applaus zwang.

Nach den Ehrungen für 30 bzw. 10 Jahre aktiven Musikdienst, über die sich Alexandra Graff, Günter Schramm, Jörg Schramm, Anna Czazkowski, Amelie Franzen, Christian Brenner, Ammon Brenner und Matthias Brenner freuen konnten, brachte man vor der Pause noch das gehaltvolle „Blasmusik zu jeder Stund“ zu Gehör.

Mit einer gehörigen Portion volkstümlicher Elemente ging es mit „Mein Musikantenleben“ nach der Pause weiter, bevor Thomas Heinen als Trompetensolist das Publikum mit „Solamente una vez“ auf die Reise nach Südamerika nahm. Im Stück „Son of a preacherman“ konnte dann Clarissa Winand alle stimmlichen Nuancen entfalten. In einem solchen Konzert gehören sicherlich Stücke wie die „Annafestpolka“ und „Queen – greatest Hits“ zum Pflichtprogramm. Letzteres setzte einen weiteren Akzent im zweiten Teil des Konzertes. Im Stück „Something stupid“ hatte Jörg Schramm seine Premiere als Sänger und versetzte das Auditorium mit Clarissa Winand in die Zeiten von Frank und Nancy Sinatra. Das größte Pech bei einem Konzert dieser Größe ist der Ausfall eines Mikrofons. Dennoch konnte die Sängerin diese Unzulänglichkeit kompensieren und sang – ebenfalls mit dem Dirigenten – „Ein schönes Fleckchen Erde“. Da passte es sehr gut, das man weiterhin „atemlos durch die Nacht“ zum Ende eines gelungenen Konzertes kam.

Zum Schluss des offiziellen Teils hatte Jörg Schramm leider die Aufgabe, seinen Tubisten und Vater, Günter Schramm, in den musikalischen Ruhestand zu schicken. In seinen Dankesworten hob Schramm sen. hervor, stets gerne musiziert zu haben, und verabschiedete sich natürlich nicht vom Publikum, ohne seine zukünftige Aushilfsbereitschaft preiszugeben.

Mit dem traditionellen „Boz’ner Bergsteigermarsch“, „Im Wagen vor mir“ und der „Oppacher Polka“ verabschiedete sich der Musikverein Reetz mit drei Zugaben vom begeisterten Publikum. Es zeigte sich erneut, dass Jörg Schramm und „seine Reetzer“ ein Händchen dafür haben, mit Professionalität und breitgefächertem Repertoire die Menschen zu begeistern und in ihren Bann zu ziehen.

Rundschau

Fotos zum Konzert